
Kampagne zur Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya und den inhaftierten medizinischen Beschäftigten in Gaza.
👨⚕️ Wer ist Dr. Hussam Abu Safiya?
Dr. Hussam Abu Safiya ist Kinderarzt und ehemaliger Leiter des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Norden des Gazastreifens.
Er wurde am 27. Dezember 2024 nach einem Angriff auf das Krankenhaus gemeinsam mit medizinischem Personal verhaftet.
Internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen fordern seine sofortige Freilassung.

Aktuelle Entwicklung
Am 28. April 2026 genehmigte ein israelisches Bezirksgericht die Verlängerung der willkürlichen Inhaftierung von Abu Safiya nach dem Gesetz über „ungesetzliche Kombattanten“, ohne Anklage gegen ihn zu erheben. Am 16. Juni 2026 wies der Oberste Gerichtshof Israels Dr. Abu Safiyas Antrag auf sofortige Freilassung ab und bestätigte damit seine weitere willkürliche Inhaftierung bis mindestens Oktober. Dr. Hussam Abu Safiya befindet sich seit dem 3. Juni in Einzelhaft, was die nach den Nelson-Mandela-Regeln zulässige Dauer von 15 aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet und somit gegen das Verbot von Folter und anderer Misshandlung verstößt. Die
israelische Strafvollzugsbehörde verweigert ihm die medizinische Versorgung für seine gesundheitlichen Beschwerden. (aus dem Aufruf von Amnesty international: (Informationen aus: Link).
Am 02.07.26 erfolgte ein Besuch durch einen Anwalt von Physicians for Human Rights-Israel (PHR-I), bei dem der offenkundig lebensbedrohliche Gesundheitszustand festgestellt wurde. Der Anwalt berichtete nach einem Besuch in der Haftanstalt „Rakefet“ im israelischen Nitzan-Gefängnis:
- Abu Safiya habe Schwierigkeiten beim Atmen und Sprechen gehabt. Er wirkte extrem geschwächt und sei während des Besuchs mehrmals kurz davor gewesen, das Bewusstsein zu verlieren. Deshalb sehe er seinen Mandanten in unmittelbarer Gefahr.
- Der eidesstattlichen Erklärung des Anwalts zufolge gab Abu Safiya an, Gefängniswärter hätten ihn nach einer Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof Israels am 10. Juni – bei der es um seine Berufung gegen die Verlängerung seiner Haft ging – mit einem Hammer und Schlagstöcken geschlagen. Seit seiner Verlegung in die Rakefet-Einrichtung am 24. Juni sei er täglich geschlagen worden, habe mehrfach das Bewusstsein verloren und keine angemessene medizinische Versorgung erhalten.
- Der eidesstattlichen Erklärung zufolge teilte Abu Safiya seinem Anwalt mit, dass der Besuch am Donnerstag ihr letztes Treffen sein würde, da er befürchtete, die israelischen Behörden würden ihn in Haft töten.
📢 Am 04.07.26 hat die israelische Zeitung Haaretz über den
lebensbedrohlichen Zustand von Dr. Hussam Abu Safiya
berichtet. Deshalb muss dringend und sofort gehandelt werden.
Mehrere Menschenrechtsorganisationen rufen derzeit dazu auf, sich für Dr. Hussam Abu Safiya einzusetzen. Nach Angaben seines Anwalts, der ihn am 2. Juli 2026 besuchte, befindet er sich in einem kritischen Gesundheitszustand. Das Auswärtige Amt sowie politische Entscheidungsträger werden von verschiedenen Organisationen aufgefordert, sich für seinen Schutz und seine Rechte einzusetzen.
1. Schreiben über Amnesty International
Amnesty International – Urgent Action
Amnesty International stellt eine Brief- und E-Mail-Vorlage bereit, mit der Sie sich an den israelischen Botschafter in Deutschland wenden können.
Vorschlag zur Ergänzung der Vorlage:
Nach Berichten des Anwalts von Physicians for Human Rights–Israel (PHR-I), der Dr. Hussam Abu Safiya am 2. Juli 2026 besuchte, befindet er sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Daher ist dringendes Handeln erforderlich. Weitere Informationen finden sich in einem Bericht der Zeitung Haaretz vom 4. Juli 2026.
2. Schreiben an das Auswärtige Amt und die israelische Botschaft
IPPNW – Freiheit für Dr. Hussam Abu Safiya
Die Organisation IPPNW stellt Anschriften, E-Mail-Adressen sowie eine Briefvorlage zur Verfügung.
3. Schreiben an Bundestagsabgeordnete
Bundestagsabgeordnete können ebenfalls angeschrieben und gebeten werden, sich mit dem Anliegen zu befassen.
Die E-Mail-Adressen folgen in vielen Fällen dem Muster:
vorname.nachname@bundestag.de
Eine Briefvorlage finden Sie hier:
4. Online-Petition unterstützen
Die Petition kann unterzeichnet und weiterverbreitet werden, um auf das Anliegen aufmerksam zu machen.
Für die Freiheit von Dr. Hussam Abu Safiya und alle anderen unrechtmäßigen Gefangenen muss Druck auf Israel ausgeübt werden: Bitte unterschreibt auch für die Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel, so lange Israel gegen das Völkerrecht verstößt:
Die Bürgerinitiative läuft nur noch bis 15. Juli und kann hier unterschrieben werden:
https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home
Weitere Informationen
Nach Angaben des Anwalts von Physicians for Human Rights–Israel sowie einem Bericht von Haaretz vom 4. Juli 2026 befindet sich Dr. Hussam Abu Safiya in einem kritischen Gesundheitszustand. Interessierte sollten die verlinkten Quellen konsultieren, um sich über den aktuellen Stand zu informieren.
📢 Delegationsberichte
📍 Delegation – 16. Februar 2026
Am 16. Februar 2026 fand eine Delegation im Auswärtigen Amt in Berlin statt, um die Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya und weiterer inhaftierter medizinischer Beschäftigter aus Gaza zu fordern. Übergeben wurden mehr als 15.000 Unterschriften sowie internationale Resolutionen medizinischer Organisationen. Die Delegation kritisierte Menschenrechtsverletzungen, die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen in Gaza und die Haftbedingungen palästinensischer Gefangener. Carsten Wilms erklärte, Deutschland halte Gespräche mit der israelischen Regierung weiterhin für den erfolgversprechendsten Weg. Die Delegation betonte, dass die Kampagne und die Forderung nach der Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya fortgesetzt werden.
📍 Delegation – 19. Juni 2025
Am 19. Juni 2025 übergab eine Delegation im Auswärtigen Amt in Berlin mehr als 3.700 Unterschriften für die Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya.
Die Delegation informierte über seine Verhaftung nach der Zerstörung des Kamal-Adwan-Krankenhauses in Gaza und über Berichte zu Folter und willkürlicher Haft.
Zusätzlich wurde ein internationaler Appell von über 500 Ärzt und Organisationen aus fast 40 Ländern überreicht.
Das Außenministerium erklärte, der Fall sei bekannt und bereits gegenüber der israelischen Regierung angesprochen worden.
Bei einer anschließenden Kundgebung wurde erneut die sofortige Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya gefordert.
Brief an Botschafter des Staates Israel
Am 31. März 2026 wurde ein offener Brief an den israelischen Botschafter Ron Prosor übermittelt. Über 14.000 Unterzeichner sowie internationale medizinische Organisationen forderten die Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya. Der Brief verweist auf Berichte über Folter, unmenschliche Haftbedingungen und die Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Auch UN-Sonderberichterstatter forderten seine sofortige Freilassung wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen. Die Kampagne kündigte an, ihren öffentlichen Einsatz bis zur Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya fortzusetzen.
Für weitere ähnliche Aktionen steht die Briefvorlage „Briefvorlage für Brief an den Botschafter des Staates Israel“ im Abu-Safiya-Verzeichnis zum Download bereit. Der Text kann und sollte individuell abgeändert und ergänzt werden – die Vorlage dient als Orientierungshilfe. Der Brief kann sowohl per Post als auch per E-Mail versendet werden an:
• Israelische Botschaft: botschaft@israel.de
• Auswärtiges Amt: buergerservice@diplo.de
Es wird empfohlen, den Betreff individuell anzupassen, damit die Nachricht nicht automatisch als Spam eingestuft wird.
Postkartenaktion für Dr. Hussam Abu Safiya
Mit dieser Postkartenaktion möchten wir Aufmerksamkeit auf die fortdauernde Inhaftierung von Dr. Hussam Abu Safiya und anderer medizinischer Mitarbeiter lenken. Menschen aus verschiedenen Ländern senden Solidaritäts-Postkarten an das Gefängnis, um ihre Unterstützung auszudrücken und die sofortige Freilassung zu fordern.
Leider erreichen viele dieser Karten Dr. Hussam Abu Safiya nicht. Mehrere Teilnehmer*innen der Aktion haben Rücksendungen von israelischen Behörden erhalten. Manche Postkarten wurden mit Vermerken wie „Rejected“, „Return to Sender“ oder ähnlichen Hinweisen zurückgeschickt, ohne jemals an Dr. Hussam weitergeleitet worden zu sein.
Beispiele solcher Rücksendungen und Ablehnungen findest du hier.
Trotzdem ist jede gesendete Karte ein wichtiges Zeichen: Sie zeigt, dass die internationale Öffentlichkeit hinschaut, sich erinnert und die Situation nicht vergisst.Jede Postkarte zählt. Jede Stimme zählt.

📄 Postkarte Vorderseite

📄 Postkarte Rückseite
Beispiel für ausgefüllte und versendete Postkarten zur Unterstützung der Kampagne.
📬Was kannst du tun?
Bitte fülle die Daten im Absenderfeld aus und unterschreibe die Postkarte. Senden Sie die unterschriebenen Postkarten an die angegebene Adresse oder übergeben Sie diese bei Veranstaltungen der Kampagne.
